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Jochen Haußmann MdL Ihr Abgeordneter aus dem Wahlkreis Schorndorf

Wie geht es weiter mit Bundesliga, Spitzensport und Vereinen?

Am Freitag, 24. April 2020 habe ich meinen ersten Instagram Live-Talk gehalten. Moderator und Gründer des VfB-Fanclubs Weiß-Rote Schwoba Leutenbach 2002 e.V., Benjamin Layer, und ich sprachen darüber, wie es mit der Bundesliga, dem Spitzensport und den Vereinen weitergeht. Über 150 Personen haben sich den Talk angesehen. 

 

Die Debatte um die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga nimmt mächtig an Fahrt auf. Erst präsentierte die Deutsche Fußball Liga ihr Hygienekonzept zur Durchführung von Geisterspielen, dann kam aus der Politik viel Zustimmung für die detaillierten Pläne der DFL. An vorderster Front dabei waren die Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und Markus Söder (CSU) aus Bayern, die sich zuversichtlich äußerten, dass die Bundesliga möglicherweise bald wieder spielen kann – selbstverständlich unter strengster Einhaltung der Hygienevorschriften und nur wenn die Infektionszahlen es zuließen.

 

Für die Klubs gibt es handfeste finanzielle Gründe, die Saison fortzusetzen. Unter den Vereinen grassiert die Angst vor Insolvenzen und finanziellen Folgeschäden. Von den Bundesliga-Klubs Schalke 04 und Werder Bremen ist bekannt, dass sie möglicherweise eine längere Spielpause kaum verkraften könnten. BVB-Chef Hans-Joachim Watzke warnte mit eindringlichen Worten jetzt erneut, dass "die ganze Bundesliga absäuft", wenn die Liga für mehrere Monate pausiere.

 

Doch mittlerweile formatiert sich öffentlich von allen Seiten immer mehr Kritik an den Plänen der DFL. Mit der möglichen Zulassung von Fußball-Spielen verspielen wir in unserer Gesellschaft wirklich einen sozialen Zusammenhalt, weil das zutiefst ungerecht ist für diejenigen Bereiche, in denen ein Kind noch nicht einmal auf eine einsame Schaukel darf.

 

Nach der Fußball-EM werden zudem auch die Olympischen und Paralympischen Spiele von diesem Sommer um ein Jahr auf 2021 verschoben. Auch in Wimbledon wird 2020 kein Tennis gespielt. Die Tour de France ist mittlerweile ebenso verschoben worden. Die Fußball-EM der Frauen findet erst 2022 statt.

 

Doch auch unsere kleinen Vereine vor Ort haben zu kämpfen. Fehlende Mitgliedsbeiträge, keine Treffen und Vereinsaktivitäten machen derzeit ein Vereinsleben unmöglich. Niemand kann vorhersagen, wie lange die Kontaktverbote und Einschränkungen noch beibehalten werden müssen. Was wir aber schon heute wissen, ist, dass uns der Sport fehlt: das gemeinsame Training, der Wettkampf, die vielen tollen Angebote für Kinder und Senioren, die gesellige Runde im Vereinslokal und das jährliche Vereinsfest. Deshalb appelliere ich an alle Vereinsmitglieder: Stehen Sie auch in diesen schwierigen Zeiten zu Ihrem Verein, bleiben Sie ihm treu!

 

Corona-Hilfe für Vereine: 

Der Bund und das Land Baden-Württemberg haben bereits Rettungsschirme auf den Weg gebracht, unter die auch Breitensportvereine fallen können, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Zum Beispiel kann das Kurzarbeitergeld wirkungsvoll dazu beitragen, voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vereinen vor Entlassung und Arbeitslosigkeit zu schützen und die Personalkosten der Vereine zu senken. Ebenso wichtig seien die vom Bund und vom Land beschlossenen Hilfen für Solo-Selbstständige und Freiberufler. Darunter gibt es im Sport besonders viele - hierzu zählen insbesondere selbstständige Trainerinnen und Trainer sowie freiberufliche, für Vereine tätige Anbieterinnen und Anbieter von Fitness-, Gesundheits- und Rehabilitationskursen. 

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