Jochen Haußmann MdL Ihr Abgeordneter aus dem Wahlkreis Schorndorf
Flugzeug fliegt über Wald

Wie Flüge klimakompensiert werden können

Bei immer mehr Menschen fliegt irgendwie das schlechte Gewissen mit, wenn sie hoch über den Wolken in den Urlaub reisen. Und es stimmt ja auch: Die Abgase der Flugzeuge tragen besonders stark zur Klimaerwärmung bei. Stichwort: Flugscham. Es ist auch vollkommen berechtigt, sich Gedanken über die eigenen Klimagas-Emissionen zu machen, wenn man aus geschäftlichen oder privaten Gründen in den Flieger steigt. Die Lufthansa eröffnet nun einen neuen Weg, die Klimafolgen der Flüge mit nachhaltigem Treibstoff abzumildern. Mit der Plattform Compensaid.de wird dem Passagier ein Wegangeboten, die für den Flug benötigte Menge fossilen Treibstoffs durch nachhaltig produziertes Flugbenzin (SAF) zu ersetzen. So sei eine Kompensation von 80 Prozent der Kohlendioxidemissionen möglich. Auf diesem Gebiet sind allerdings auch andere Organisationen tätig, darunter die Plattform Myclimate, die Partner von Compensaid ist. Bekannt ist auch die Plattform Atmosfair, bei der man Flüge CO2-mäßigkompensieren kann.

 

Vor kurzem kritisierte Minister Hermann die Billigflieger am Flughafen Stuttgart. Auf Nachfrage kann das Verkehrsministerium keine nähere Definition liefern, was unter Billigfliegern zu verstehen ist. Gleichzeitig teilt das Verkehrsministerium mit, dass sie selbst immer die günstigsten Tarife nutzt. Jetzt kritisiert Minister Hermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates) und Oberbürgermeister Kuhn (Mitglied des Aufsichtsrates) die Zubringerflüge und demonstrieren mit ihrer pauschalen Kritik, dass sie sich inhaltlich wenig mit der Thematik beschäftigt haben. Es ist schon bezeichnend, wenn die Flughafengesellschaft ihren eigenen Gesellschaftern widersprechen muss. Der Flughafen Stuttgart gehört zu 65% dem Land Baden-Württemberg und zu 35% der Stadt Stuttgart. Ich wiederhole meine Kritik, dass Minister Hermann sich als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft disqualifiziert hat. Ministerpräsident Kretschmann sollte diesem Treiben nicht länger zusehen und Hermann von dieser Aufgabe entbinden.

 

Statt moralischer Verlautbarungen hätten Hermann und Kuhn die Möglichkeit, Themen mit der Flughafengeschäftsführung zu besprechen und beispielsweise über eine entsprechende Entgeltordnung zu regeln. Wenn man offenbar mit der am 1. Juli 2019 in Kraft getretenen Entgeltordnung nicht einverstanden ist, sollte man sich erst Recht mit öffentlichen Äußerungen zurückhalten. Die beiden Grünen verschweigen dabei, dass die Zahl der Flugbewegungen am Flughafen Stuttgart seit dem Höchststand im Jahr 2006 mit ca. 164.000 auf ca. 124.000 in den Jahren 2013/2014 gesunken ist. 2018 waren es mit 137.000 immer noch deutlich weniger. Die Auslastung der Flugzeuge ist deutlich gestiegen. Die neue Entgeltordnung enthält unter anderem höhere Zuschläge auf das Lärmentgelt.

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